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Geschichte der Vereinigung psychotherapeutisch tätiger Kassenärzte

Im Sommer 1989 trafen sich erstmals Kolleginnen und Kollegen (Mitglieder aller Münchner Ausbildungsinstitute) um zu beraten, wie die berufspolitische Situation der psychotherapeutisch tätigen Kassenärzte (damals hießen die Vertragsärzte noch Kassenärzte) verbessert werden könne.

Wir waren uns einig, dass die psychologischen Psychotherapeuten in der Regel besser informiert waren, als wir Kassenärzte. Am 25. September 1991 fand die Gründungsversammlung des "Arbeitskreis psychotherapeutisch tätiger Kassenärzte" statt. Ca. 75 Kolleginnen und Kollegen aus München und Umgebung waren der Einladung gefolgt. Ein vorläufiger Vorstand sollte gewählt werden, der eine Vereinsgründung mit Ausarbeitung einer Satzung vorbereiten sollte. In den Vorstand wurden gewhlt: Dr. J. Schmutterer, Frau Dr. M. Venhofen, Dr. R. Hirsch, Frau H. Still und Dr. L. Barth.

Es bestand Einigkeit über die Notwendigkeit einer aktiven Teilnahme an der bevorstehenden KV-Wahl. Neben Herrn Schmutterer erklärten sich die Kollegen Barth, Ruckdeschel und Schulz zur Kandidatur bereit. Durch die Initiative des Arbeitskreises war es so erstmals gelungen, als Vertreter der psychotherapeutisch tätigen Kassenräzte Dr. Schmutterer in die Vertreterversammlung der Kassenräztlichen Vereinigung Bayerns zu entsenden.

Am 15. Juli 1992 fand auf Einladung des genannten Vorstandes die Gründungsversammlung des Vereins mit dem Namen "Vereinigung psychotherapeutisch tätiger Kassenärzte in Bayern e.V." statt. Es wurde eine Satzung beschlossen und der Verein in das Vereinsregister eingetragen. Der bisherige Vorstand wurde in seinem Amt bestätigt.

Die Mitgliederzahl dieses Vereins wuchs rasch und es gelang die Stellung der ärztlichen Psychotherapeuten in der berufspolitischen Landschaft zu stärken, insbesondere das Bewußtsein für die Bedeutung der Psychotherapie innerhalb der Ärzteschaft zu verbessern und damit auch die materielle Bewertung unserer Leistung anzuheben (wenn dies leider auch nicht immer in ausreichendem Maße gelungen ist).

1995 beschlossen die Mitglieder, den Verein als "Vereinigung psychotherapeutisch tätiger Kassenärzte e.V." bundesweit auszudehnen. Der VPK schlossen sich die "Vereinigung psychotherapeutisch tätiger Kassenärzte in Bremen" sowie der Arbeitskreis niedergelassener vertragsräztlicher Psychotherapeuten (ANVP) in Nordrhein-Westfalen an. Die VPK wuchs auf über 1.200 Mitglieder an und gliederte sich in Regionalverbände, um die berufs- und standespolitische Vertretung in den Länder-KVen intensivieren zu können. So initiierte die VPK Bayern die "Landeskonferenz" der Richtlinienpsychotherapieverbände Bayerns zum Informationsaustausch und zur Planung gemeinsamer Aktionen zur Interessenvertretung. Ähnliche Initiativen erfolgten in anderen KV-Bereichen.

1998 schlossen die Allgemeine Ärztliche Gesellschaft für Psychotherapie (AGP) und die VPK einen engen Kooperationsvetrag , dem sich später auch die Deutsche Gesellschaft für Psychotherapeutische Medizin (DGPM) und der Berufsverband für psychotherapeutische Medizin (BPM) anschlossen. In regelmäßigen Treffen der Vorstände werden die politischen Ziele der ärztlichen Berufsverbände für Psychotherapie koordiniert und die Interessenvertretung effizienter.